Zur Notwendigkeit strukturierter KI-Einführung

Die Realität ist eindeutig: Schülerinnen und Schüler nutzen KI-Plattformen längst – ob wir als Schule darauf reagieren oder nicht, ob wir vorbereitet sind oder nicht. Dabei gehen die Erfahrungswerte zwischen Lehrpersonen und Schülerinnen und Schülern weit auseinander, was letztlich alle relevanten Jugendstudien verdeutlichen – wie hier am Beispiel der JIM-Studie 2025 und Oxford University Press 2025 exemplarisch zu sehen. Wichtiges Detail der britischen Studie: Die Schülerinnen und Schüler wünschen sich von ihren Lehrkräften explizit Unterstützung im Umgang mit KI.

In diesem Kontext hatte Manuel Flick in einem Blogbeitrag wunderbar strukturiert dargelegt, warum eine systematische KI-Einführung zu Beginn des Schuljahres nicht nur sinnvoll, sondern notwendig ist. Seine Vorgehensweise für seine eigenen Kurse der BBS in 5 Schritten – von der Bestandsaufnahme im Klassen-/Kursrahmen über die Funktionsweise bis zur praktischen Anwendung – erscheint unmittelbar einleuchtend und bildet einen klaren Rahmen für die Einführung von und den Umgang mit (generativer) KI im Unterricht.

Ausgehend von Manuels Ansatz und aufbauend auf zahllosen Gesprächen und Diskussionen in Fortbildungen habe ich für meine Schule gemeinsam mit Kollegen ein erweitertes Konzept entwickelt, das den Erfordernissen der Sekundarstufe I noch etwas stärker Rechnung trägt und inzwischen speziell für einen KI-Projekttag (z.B. in Jahrgang 7 oder 9) als gemeinsamer Einstieg konzipiert ist. Dieser Projekttag soll ab diesem Jahr bei uns zu Beginn des Schuljahres im Jahrgang 7 gemeinsam mit Klassenleitungen durchgeführt werden und den Schülerinnen und Schülern einen strukturierten und reflektierten Einstieg in die Arbeit mit (generativer) KI und das Lernen über KI ermöglichen.

Ich nehme also einfach mal Manuels Staffelstab auf und freue mich auf die nächste Weiterentwicklung – vielleicht basierend auf dieser Idee…

Warum eine eigene Struktur entwickeln?

Während Manuel sein Konzept primär für Berufsschulklassen entwickelt hat, ergeben sich für den Einsatz im Jahrgang 7 oder 9 der Sekundarstufe I etwas andere Anforderungen:

    • Altersspezifische Anpassung: Die Schülerinnen und Schüler bspw. in Jahrgang 7 befinden sich in einer ganz anderen Entwicklungsphase, haben völlig andere (teils noch gar keine) Erfahrungswerte und benötigen daher auch eine stärker didaktisch und methodisch altersangemessene und etwas feiner ausgeplante Aufbereitung.
    • Umfangreichere Thematisierung: Gerade in der Mittelstufe ist es wichtig, neben der praktischen Nutzung auch die gesellschaftlichen, ethischen und technischen Dimensionen von KI von Grund auf zu beleuchten, dabei aber Vorkenntnisse und Wissensstand genau vor Augen zu haben.
    • Projekttag-Format: Die Konzentration auf einen ganzen Projekttag erlaubt eine intensivere Auseinandersetzung als einzelne Unterrichtsstunden. Hier hatten wir durchaus unterschiedliche Ansätze angedacht (KL-Stunden, Projektstunden, fachgebundene Integration), dann aber doch den Projekttag mit dem Ziel, am Ende gemeinsame Regeln zu verabschieden und einen gemeinsamen Einstieg zu erproben, favorisiert.
    • Fächerübergreifende Perspektive: Das Format ermöglicht die Einbindung verschiedener Fachperspektiven und kann fachübergreifende Zusammenarbeit im Klassenverband fördern, so unsere Hoffnung.

Sechs Schritte zur KI-Einführung in der Schule

1. Start: Vorkenntnisse, Erfahrungen und Meinungen erfassen

Der Einstieg erfolgt – ganz im Sinne von Manuels Bestandsaufnahme und mithilfe seines Fragebogens in angepasster Form – über eine strukturierte Erhebung des Vorwissens. Allerdings wollen wir hier nicht nur eine Umfrage, sondern eine Kombination verschiedener Methoden nutzen.

Praxisbeispiel:

    • Digitale Abfrage über Forms und/oder Mentimeter oder IServ: „Welche Begriffe verbindet Ihr mit dem Thema KI?“, „Welche KI-Tools kennt ihr bereits?“, „Wozu habt ihr KI schon einmal genutzt?“.
    • Analoge Kartenabfrage zu Hoffnungen und Befürchtungen.
    • Kurze Erfahrungsberichte im Plenum: 2-3 Schülerinnen und Schüler teilen ihre bisherigen KI-Erfahrungen.

Diese Erhebung dient nicht nur der Lehrkraft zur Orientierung, sondern macht den Schülerinnen und Schülern bestenfalls selbst bewusst, wie heterogen ihre Vorerfahrungen sind und wie unterschiedlich (generative) KI bereits genutzt wird.

2. Wie funktioniert (generative) KI?

Bevor wir in die kritische Auseinandersetzung gehen, ist es – wie Manuel zurecht betont – essentiell, ein grundlegendes Verständnis zu schaffen. Hier greifen wir auf bewährte Ressourcen zurück und wollen einen Materialpool nutzen, der sich fortlaufend erweitern lässt.

Materialien und Methoden

    • Video „Was ist Künstliche Intelligenz?“ von der Sendung mit der Maus (WDR) – ein echter Glücksgriff, den auch Manuel empfiehlt.
    • Ergänzend: SoekiaGPT als didaktisches Sprachmodell zur Veranschaulichung der Funktionsweise von (generativer) KI und Materialien zu ethischen Fragen rund um den KI-Hype und seine Schattenseiten.
    • Hinzu kommen zahlreiche weitere Materialien, wie Arbeitsblätter (z.B. „Unplugged-Methode“), aktuelle Dokus zu bestimmten Aspekten der KI-Thematik (z.B. KI-Rechenzentren, Klickworker) oder auch Themenkarten wie die von Klicksafe. Der Fundus wird laufend ergänzt.

Vertiefung

Anhand der technischen Funktionsweise lassen sich evtl. altersgemäß erste Grenzen ableiten:

    • Warum „halluziniert“ (generative) KI manchmal?
    • Was ist und wie lässt sich ein „Bias“ auch als Einsteiger erklären?
    • Wie kommt es zu falschen oder veralteten Informationen?

3. Kleingruppen-Präsentationen zu zentralen Teilthemen

Hier planen wir einen aus unserer Sicht wichtigen Zwischenschritt, der das Themen- und Entwicklungsfeld (generative) KI breiter bzw. stärker differenziert betrachtet und bestimmte Problemaspekte (vielleicht für manche SuS erstmals) in den Fokus rückt. Dieser Zwischenschritt soll auch dafür dienen, in den folgenden Phasen differenzierte die Chancen und Grenzen / Gefahren generativer KI beurteilen zu können.

Mögliche Teilthemen (flexibel erweiterbar):

3.1 Wie funktioniert ein Sprachmodell wie ChatGPT?

    • Materialien: Infografiken, vereinfachte Darstellungen neuronaler Netze
    • Praktische Demonstration am vorher zentral eingeführten Beispiel SoekiaGPT
    • Fokus: Wie entsteht eigentlich eine Antwort, wenn ich eine Frage eingebe?

3.2 Was sind „Bias“ in generativer KI?

    • Beispiele aus der Praxis (Bildgenerierung, Textvorschläge)
    • KI-Detektive: Woher könnten diese Verzerrungen kommen – was finden wir raus?

3.3 Ethische Aspekte: Wer trainiert die KI?

    • Der „menschliche Faktor“ hinter KI-Training
    • Arbeitsbedingungen in globalen Trainings-Farmen
    • Verantwortung und Nutzung im Kontext globaler Ungleichgewichte

3.4 Energieverbrauch und Rechenzentren

    • Ökologischer Fußabdruck von KI-Systemen
    • Weltweite Datencenter und der Klimawandel
    • KI-Nutzung und Nachhaltigkeit – ein Widerspruch?

3.5 Können wir den Ergebnissen von KI vertrauen?

    • Halluzinationen und Fehlinformationen
    • Was ist zu beachten? Wann kann ich vertrauen, wann nicht? Brauchen wir Hilfsmaterialien, z.B. als Poster im Klassenraum?
    • Quellenkritik im digitalen Zeitalter

3.6 Gefahren von KI

    • Deepfakes, Manipulation, Desinformation
    • Datenschutz und Privatsphäre
    • Soziale und gesellschaftliche Auswirkungen
    • Wer kennt Beispiele aus den Sozialen Medien?

Jede Gruppe erhält ein vorbereitetes Materialpaket (verfügbar im Padlet/TaskCards – die Sammlung bereiten wir gerade noch weiter vor und freuen uns über Hinweise und Links jeglicher Art) und ca. 60 Minuten Vorbereitungszeit. Die Präsentationen werden im Gallery-Walk oder klassisch im Plenum vorgestellt und mit einem vorstrukturierten Begleitzettel (Was nehme ich mit? Was verstehe ich noch nicht? Was will ich selber nachlesen? Was will ich mit den anderen teilen?) untermauert.

4. Diskussion: Warum (selber) lernen, wenn KI sowieso alles (besser) kann?

Diese Phase greift eine zentrale Frage menschlicher Bildung unter KI-Bedingungen auf und vertieft sie auf Grundlage der erarbeiteten Themen. Anders als in Manuels Ansatz, wo diese Diskussion (mit den deutlich älteren Lernenden) früher stattfindet, können die Schülerinnen und Schüler nun auf ihr erarbeitetes Wissen zurückgreifen:

Diskussionsformate

    • Fishbowl-Diskussion mit wechselnden Teilnehmern
    • Pro-Contra-Debatte mit selbstgewählten oder zugeteilten Positionen
    • Meinungslinie und offene Diskussion

Leitfragen

    • Welche Fähigkeiten machen uns als Menschen aus?
    • Was kann KI wirklich „besser“ – und was bedeutet „besser“ überhaupt?
    • Welche Rolle spielt das eigene Verstehen beim Lernen?
    • Wie verändert KI unser Verhältnis zu Wissen und Können?

Die Schülerinnen und Schüler halten ihre Gedanken auf Moderationskarten oder in einem digitalen Board fest. Erfahrungsgemäß werden hier sehr differenzierte Antworten kommen – darauf sind wir sehr gespannt.

5. KI-Regeln einführen und gemeinsam verabreden

KI-Einführung in 6 Schritten – Vorschlag für Schule und Unterricht 4

Nach der fundierten Auseinandersetzung mit KI folgt nun – analog zu Flicks Vorgehen – die Entwicklung eines gemeinsamen Regelwerks. Für die Diskussion können die „10 Gebote der KI-Ethik“ von Klicksafe eine hilfreiche Grundlage darstellen. Als Strukturvorlage lässt sich dazu ergänzend die von Manuel und Joscha erstellte Leitfaden-Blankoseite nutzen – wir werden diese aber für unsere Schule bzw. die einzelnen Klassen anpassen.

Ein KI-Leitfaden für den Unterricht kann dann folgende Elemente umfassen:

Grundsätze (schon jetzt bei uns in der Sekundarstufe II etabliert)

    • KI-Nutzung ist grundsätzlich erlaubt – aber muss transparent gemacht werden
    • Eigenständiges Denken und Verstehen haben Vorrang, KI kann und soll aber durchaus dabei helfen, Lernschritte besser vollziehen zu können
    • KI kann ein Werkzeug, aber kein Ersatz für eigenes Lernen sein

Konkrete Regelungen

    • Kennzeichnungspflicht: Jede KI-Nutzung muss dokumentiert werden (wie genau, wird gemeinsam festgelegt)
    • Lernen ohne KI: In Klassenarbeiten, Tests und anderen Leistungsüberprüfungen ist KI grundsätzlich nicht erlaubt (außer ausdrücklich gestattet z.B. in Erprobungsformaten, die wir ausdrücklich begrüßen)
    • Reflektierte Nutzung: Bei Hausaufgaben und Projekten kann KI genutzt werden, aber:
      • Der eigene Lernprozess steht im Vordergrund
      • KI-Output wird kritisch geprüft
      • Die Art der Nutzung wird dokumentiert und reflektiert

Wichtig: Die Regeln werden nicht einfach präsentiert, sondern in der Klasse oder in Kleingruppen erarbeitet, diskutiert und angepasst. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln z.B. selbst Vorschläge für sinnvolle Kennzeichnungsformate oder diskutieren Grenzfälle.

Das finale Dokument kann dann als „KI-Leitfaden Klasse 7“ verschriftlicht und von allen unterschrieben und/oder im Klassenzimmer aufgehängt werden.

6. Ausprobieren: Praktischer Einstieg mit schulischer KI-Plattform

Den Abschluss bildet – wie bei Manuel Flick – eine praktische Phase. Hier führen wir die Schülerinnen und Schüler in die von unserer Schule bereitgestellte pädagogische KI-Plattform ein. In unserem Fall nutzen wir fobizz – die Bandbreite möglicher Plattformen ist aber natürlich groß: Mit SchulKI, paddy oder neuerdings auch telli stehen mehrere dafür geeignete Plattformen bereit.

Praktische Übungen:

    1. Account einrichten und erste Schritte
    2. Prompting-Challenge: Wer formuliert die beste Anfrage zu einem vorgegebenen Thema?
    3. Kritische Prüfung: Die Schülerinnen und Schüler lassen sich von der KI etwas zu ihrem Hobby oder einem aktuellen Lernthema, das sie gut beherrschen, erklären und prüfen, ob die Informationen stimmen
    4. Kreative Anwendung: Entwicklung einer kreativen Schreibaufgabe mit KI-Unterstützung

Reflexion am Ende:

    • Was hat gut funktioniert?
    • Wo gab es Probleme?
    • Welche neuen Fragen sind aufgetaucht?

Zusatzmodul: Oberstufe

Für die Oberstufe haben wir ein ergänzendes Modul entwickelt, das die spezifischen Anforderungen wissenschaftspropädeutischen Arbeitens berücksichtigt und im Seminarfach integriert (wir haben dafür ein Modul in unserer Lernplattform LearningView angelegt) thematisiert wird. Als erste Regelvorlage haben wir das hilfreiche Merkblatt von Philippe Wampfler verwendet, bauen aber vor allem auf kursinternen Absprachen auf.

Inhalt:

    • KI und wissenschaftliches Arbeiten
    • Themenfindung, Recherche und Strukturierung mit KI
    • Umgang mit KI bei Hausaufgaben und Facharbeiten
    • Spezielle Regelungen für Lernprodukte in der Qualifikationsphase
    • Eigenständiges Arbeiten mit KI-Unterstützung
    • Quellenkritik und Plagiatsproblematik im Kontext von KI

Dieses Modul wird nicht als getrennter Projekttag, sondern integriert in der ersten Phase des Seminarfachs (Jahrgang 12.1) thematisiert. Bislang haben wir damit in den letzten drei Durchgängen des Seminarfachs gute Erfahrungen gemacht.

Materialien und Ressourcen: Das Padlet/TaskCards-Konzept als Vorlage

Alle Materialien, Arbeitsblätter, Videolinks und Hilfestellungen habe ich in einer Padlet-Vorlage bzw. TaskCards-Vorlage zusammengestellt. Diese können gerne von anderen Schulen kopiert und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Toll wäre dann natürlich kollegialer Austausch und gegenseitige Unterstützung in Form von Materialhinweisen, methodischen Vorschlägen oder auch (negative und positive) Praxiserfahrungen, um dieses Konzept weiterzuentwickeln. Ich nehme auch jede Weiterentwicklung gerne hier als Praxisbeispiel auf!

Padlet-Vorlage „KI-Einführung – Startpunkt für die KI-Nutzung“

Per Klick auf das Bild öffnet sich das Padlet und Ihr könnt Euch bei Interesse ein Remake / eine Kopie zur eigenen Nutzung erstellen (alternativ auf diesen Link für ein Auto-Remake klicken, dann erhaltet Ihr direkt eine Kopie).

KI-Einführung in 6 Schritten – Vorschlag für Schule und Unterricht 6

TaskCards-Vorlage „KI-Einführung – Startpunkt für die KI-Nutzung“

Per Klick auf das Bild öffnet sich die TaskCard und Ihr könnt Euch bei Interesse gerne eine Kopie der Vorlage erstellen.

KI-Einführung in 6 Schritten – Vorschlag für Schule und Unterricht 7

Einordnung: Warum dieser Ansatz?

Anknüpfung an bestehende Konzepte

Haben wir bislang vor allem mit den „5 Dimensionen Lernen und KI“ gearbeitet und versucht, Lernen unter Bedingungen von KI damit zu erklären, zu diskutieren und zu planen, geht das von Susanne Alles, Joscha Falck, Manuel Flick und Regina Schulz entwickelte KI-Kompetenzmodell mit seinen vier zentralen Kompetenzbereichen darüber hinaus. In diesem Modell werden vier zentrale Elemente von „KI-Kompetenz“ dargestellt, die sich unmittelbar für Schule und Unterricht nutzen lassen:

    • Verstehen: Technische und gesellschaftliche Grundlagen von KI
    • Anwenden: Praktische Nutzung von KI-Tools
    • Reflektieren: Kritische Auseinandersetzung mit KI
    • Mitgestalten: Aktive Teilhabe an der Gestaltung von KI

Der Vorschlag für den geplanten Projekttag deckt bewusst alle vier Bereiche ab – aber natürlich ist klar, dass das in einem Jahrgang 7 oder einem Jahrgang 9 im Sinne der Lernprogression zu verstehen und dementsprechend vorsichtig zu planen ist.

Kritische Perspektive: Deskilling und „False Buddy“

Wichtig ist uns auch, die kritischen Aspekte nicht auszublenden. Wie ich z.B. in meinem Blogbeitrag „Vom Sparringspartner zum „false buddy – KI im Lernprozess“ ausgeführt habe, ist das Deskilling-Risiko offensichtlich – also dass grundlegende Fertigkeiten nicht mehr erworben werden, weil KI diese scheinbar ersetzt.

Daher ist die Frage „Warum überhaupt noch lernen?“ keine rhetorische, sondern eine durchaus existenzielle für unsere Bildungsarbeit. Die Antwort kann nicht lauten: „Weil wir es schon immer so gemacht haben“, sondern muss eine überzeugende pädagogische Begründung liefern. Genau dafür brauchen Schülerinnen und Schüler:

    • Ein Verständnis dafür, was Lernen ausmacht
    • Die Erfahrung, dass eigenes Verstehen wertvoll ist
    • Die Fähigkeit, KI kritisch zu nutzen

Ausblick

Die systematische Einführung von (generativer) KI in der Schule ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit. Manuels Ansatz bietet dafür eine hervorragende Grundlage, die ganz offensichtlich sehr praktikabel ist. Das erlebe ich in meinen Fortbildungen auch immer wieder, wenn es vielen Teilnehmern wie Schuppen von den Augen fällt: „Warum sind wir da bislang nicht drauf gekommen?“ – und gerade in den letzten Wochen herrschte immer großes Interesse, wenn ich die entstehende Padlet-Vorlage einfach mal als Beispiel zeigte.

Daher: Einfach raus damit, teilen, Erfahrungen austauschen und weiterentwickeln.

Unser erweitertes Konzept für einen KI-Projekttag in Jahrgang 7 zeigt, wie diese Grundidee für unterschiedliche Schulumgebungen adaptiert werden kann. Entscheidend ist dabei:

    • Zeit nehmen: Ein ganzer Projekttag ist eine Investition, die sich lohnt – das hoffen wir zumindest.
    • Mehrdimensional denken: KI ist mehr als ein Tool – wir werden wohl eine echte Transformation erleben, die wir frühzeitig (natürlich im Rahmen des schulisch Machbaren und im Zweifel auch im Kleinen) begleiten sollten.
    • Partizipativ gestalten: Schülerinnen und Schüler müssen eingebunden werden, Konzepte müssen gemeinsam entwickelt werden.
    • Kritisch bleiben: Weder Euphorie noch Panik helfen – sondern nüchterne Analyse und kritische Diskussion, und das möglichst oft.

Die Padlet- und TaskCards-Vorlagen stehen zur freien Verfügung und können gerne angepasst und weiterentwickelt werden. Wer mag, teilt seine Erfahrungen und Anpassungen sehr gerne – ob hier im Blog oder anderswo, ganz egal. Ich werde hier unsere Erfahrungen teilen – versprochen!

Mein großer Dank geht vor allem an Manu für die Idee und Vorarbeit!!

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